A Whiter Shade of Pale – Kunst aus den nordischen Ländern zeigt junge zeitgenössische Kunst aus Dänemark, Finnland, Schweden und Island. In neun Museen, Ausstellungshäusern und Kunstvereinen entlang der Unterelbe wird eine konzentrierte Auswahl aus einer der derzeit international interessantesten Kunstszenen präsentiert.

Für Schleswig-Holstein nimmt das Palais für aktuelle Kunst/Kunstverein Glückstadt an dem Dreiländerprojekt zwischen Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein teil.

Hier hat der dänische Künstler Tue Greenfort (geb. 1973) ein ortsbezogenes Projekt zum Thema Wasser, Ressourcen und Kapital konzipiert. Einbezogen in seine Arbeit ist auch der öffentliche Raum. Auf den Elbfähren Wischhafen-Glückstadt nimmt Greenfort Verschiebungen vor. Und ein Bus, umgerüstet auf Rapsöl und vom Künstler selbst gefahren, verbindet jedes Wochenende die Ausstellungshäuser kostenlos miteinander.

Der Konzeptkünstler Greenfort stellt in Glückstadt so einfache wie drängende, so ernsthafte wie humorvolle Fragen zum Thema Wasser, Ressourcen und Kapital. Ausgehend von der Trinkwasserversorgung in Glückstadt spannen seine Objekte den Bogen über Fische als Konsumprodukte bis nach New York zum Getränkehersteller Coca Cola. In seinen meist ortsbezogenen Arbeiten untersucht Greenfort mit minimalen Eingriffen unser heutiges Verhältnis zur Natur. So wird etwa aus dem Glückstädter Hafenbecken Ebbe und Flut mechanisch in den Ausstellungsraum übertragen, bestimmen Fische in einem Aquarium die Wasserqualität und thematisiert eine raumhohe Skulpturen aus Heringsdosen heutige Fischpopulationen.

Im Ausstellungstitel „Als ob wir nicht die Besitzenden wären“ interpretiert Tue Greenfort die historische Inschrift „Quasi non possidentes“ über dem Hauseingang neu. Er thematisiert auf verschiedenen Ebenen unseren Umgang mit Natur unter den Vorzeichen ökonomischer Systeme.

Tue Greenfort (Jahrgng 1973) hat an der Frankfurter Städelschule studiert und an Ausstellungen u.a. im Frankfurter Kunstverein, Kunstverein München, Schnittraum Köln, in der Galerie Johann König, Berlin, und der Galerie Nicolas Krupp, Basel, teilgenommen.


30. April - 26. Juni 2005
Mittwoch bis Sonntag von 13.00 - 17.00 Uhr
Exponate
Busfahrplan