Im Frühjahr/Sommer 2010 jährt sich in Glückstadt ein ganz besonderes Jubiläum, das des Kunstvereins Palais für aktuelle Kunst (PAK). Seit nunmehr zehn Jahren laden nun schon engagierte Kuratoren Künstler und Künstlerinnen aus der Region, dem Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland in das kleine Matjes-Städtchen an der Elbmündung ein, um hier spannende Tendenzen zeitgenössischer Kunst zu präsentieren. In wechselnden Ausstellungen beherbergt das Adelspalais mal Fotografien, Malereien, Objekte und auch Videoarbeiten.
Je nach kuratorischem Konzept werden entweder fertige Arbeiten übernommen oder es werden Werke gezielt für die Räumlichkeiten produziert. Dafür ist das denkmalgeschützte, restaurierte Haus, als architektonisches Juwel der Spätrenaissance, hervorragend geeignet. Im klaren Raumgefüge aus Sälen und Kabinetten haben sich Wandmalereien und originale Kachelöfen erhalten. Der barocke Garten wurde nach alten Plänen rekonstruiert. Das Gebäude ist Teil der historisch erhaltenen Innenstadt, die im 17. Jahrhundert vom dänischen Königshaus gegründet wurde. Es liegt in einer Häuserzeile direkt am idyllischen Hafen.
Zeitgenössische Kunst zu zeigen und vor allem zu vermitteln, bedeutet immer den Umgang mit dem noch Unbekannten, Ungesicherten, mit dem Experimentellen, dem Provokanten, mit dem Risiko des Nichtgelingens. Der Kunstverein und seine bisherigen Leiter und Leiterinnen übernahmen und übernehmen, oft mit wenig Budget und viel ehrenamtlichen Engagement, den bisweilen schwierigen, aber auch lohnenden Auftrag, Kunst vor Ort für Mitbürger und Mitbürgerinnen erlebbar und erfahrbar zu machen.
Zur Ausstellung: Über 100 Einzel-Künstler und Hochschulklassen, die in den 10 Jahren mit Ausstellungen zu Gast im Glückstädter Kunstverein waren, werden erneut eingeladen, um ihre Arbeiten anlässlich dieser Jubiläumsausstellung zu präsentieren. Gezeigt werden ganz unterschiedliche Werke aus dem Medien: Malerei, Fotografie, Zeichnung und Objekt. In einem Raum gibt es die Möglichkeit, Künstlervideos anzusehen. In der großen Übersichtsschau wird es viel zu entdecken geben; der Besucher stößt unter Umständen auf „alte Bekannte“, Künstler nämlich, denen er vielleicht schon einmal vor einigen Jahren im PaK begegnet ist. Alle Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung werden weitestgehend aktuelle Werke präsentieren. Die Fachklassen werden zum Teil eigens für die Jubiläumsausstellung neue Bilder produzieren.
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