Stern-Redakteur Gabriel Grüner u. Volker Krämer
 
Volker Krämer †
Hamburg
 
Vita

Der Fotograf Volker Krämer, Jahrgang 1943, kam 1969 zum stern, nachdem er sich 1968 mit seinen packenden Bildern über den „Prager Frühling“ einen Namen gemacht hatte. „Wenn ich für den stern unterwegs bin“, sagte Krämer einmal, „dann bewege ich mich im Alltag der normalen Menschen, und durch die Kamera fällt mir auf, wie absurd und teilweise komisch das manchmal aussieht.“ Auf ein bestimmtes Genre wollte er sich dabei nicht festlegen lassen. Krämer machte Fotos von Menschen, von kleinen Leuten und großen Staatsmännern, und das rund um den Globus. Immer wieder war er auch in Krisengebieten unterwegs, berichtete über die Gewalt in Südafrika, die afghanischen Mudjedin, den Grenzkrieg zwischen Eritrea und Äthiopien.

Volker Krämer war ein stiller geschulter Beobachter, liebte es stundenlang durch die Gegend zu streifen, oft mit verträumten Blick und scheinbar unbeteiligt. Doch in dem Moment, wo sich vor seinen Augen etwas abspielte, war auf ihn Verlass. Dann stand er instinktiv richtig, machte das Bild. Drückte kurz mal auf den Auslöser, wo andere ganze Filme durch die Kamera jagen. Volker Krämer war Teilnehmer mehrerer „Weltausstellungen der Fotografie“ und erhielt Auszeichnungen beim „World Press Photo Award“.

Die Ausstellung zeigt rund 90 Fotos aus dem Gesamtwerk von Volker Krämer.

 
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