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Der Fotograf Volker Krämer, Jahrgang 1943, kam
1969 zum stern, nachdem er sich 1968 mit seinen packenden
Bildern über den Prager Frühling
einen Namen gemacht hatte. Wenn ich für den
stern unterwegs bin, sagte Krämer einmal,
dann bewege ich mich im Alltag der normalen Menschen,
und durch die Kamera fällt mir auf, wie absurd
und teilweise komisch das manchmal aussieht. Auf
ein bestimmtes Genre wollte er sich dabei nicht festlegen
lassen. Krämer machte Fotos von Menschen, von kleinen
Leuten und großen Staatsmännern, und das
rund um den Globus. Immer wieder war er auch in Krisengebieten
unterwegs, berichtete über die Gewalt in Südafrika,
die afghanischen Mudjedin, den Grenzkrieg zwischen Eritrea
und Äthiopien.
Volker Krämer war ein stiller geschulter Beobachter,
liebte es stundenlang durch die Gegend zu streifen,
oft mit verträumten Blick und scheinbar unbeteiligt.
Doch in dem Moment, wo sich vor seinen Augen etwas abspielte,
war auf ihn Verlass. Dann stand er instinktiv richtig,
machte das Bild. Drückte kurz mal auf den Auslöser,
wo andere ganze Filme durch die Kamera jagen. Volker
Krämer war Teilnehmer mehrerer Weltausstellungen
der Fotografie und erhielt Auszeichnungen beim
World Press Photo Award.
Die Ausstellung zeigt rund 90 Fotos aus dem Gesamtwerk
von Volker Krämer.
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