frei.machen

Studenten der Medienkunst-Klasse von Thomas Wörgötter,
Muthesius-Hochschule Kiel

Simone Anton, Philipp Bröcker, Tobias Degenhardt, Christiane Dill, Anke Dezius, Johanna Domke, Katja Flieger, Alexandra Gneissl, Simon Halfmeyer, Sabine Harfmann, Nina Heinzel, Martin Hoener, Thorben Iversen, Anna Janzen, Katharina Kierzek, Julia Kruse, Bettina Kuhn, Eugenia Loginova-Hünemörder, Eike Delia Martens, Jan Martiensen, Lutz Rainer Müller, Thekla Nendel, Andreas Pagel, Poil (Thomas Peupelmann), Timo Plath, Jan Christian Pohl, Friederike Rückert, Timo Schulz, Andrea Staroske, Thea Timm, Gunnar Voss
Kiel
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Zum dritten Mal ist im Palais für aktuelle Kunst die Fachklasse einer Kunst-Hochschule zu Gast, nach der Klasse von Werner Büttner (damaliger Titel: Nägel mit Zöpfen) von der HfBk folgte Franz Erhard Walter mit seinen Studenten ebenfalls von der Hamburger Akademie (Titel: Glück statt Plastik).

In Kooperation mit dem Schleswig-Holsteinischen Landeskulturzentrum Salzau präsentieren nun Studenten unterschiedlicher Semester aus der Medienkunst-Klasse von Thomas Wörgötter unter dem Titel „frei machen“ in Glückstadt jüngste Arbeiten. Die Ausstellung beinhaltet nahezu alle künstlerischen Medien: Malerei, Zeichnung, Objekt, Fotografie, Video, Film, Installation, Musik und Performance von 30 jungen Künstlern aus Schleswig Holstein.

Das Palais für aktuelle Kunst verwandelt sich zu einer Experimentierbühne, einer Ideen- und Kreativschmiede. Einige Kunststudenten reagieren erst vor Ort auf die Ausstellungssituation und erarbeiten in Auseinandersetzung mit dem Raum während der Aufbauphase ortsspezifische Werke.

Die Vorstellung, dass die Studenten an den Kunstakademien bis heute in erster Linie an der Staffelei stehen, ist völlig veraltet. Es wird zwar auch noch traditionell gemalt und gebildhauert, doch die reinen Malerklassen sterben selbst an den Akademien in Düsseldorf und Berlin mit ihren Lehrern langsam aus; und spätestens seit den siebziger Jahren, seit Joseph Beuys und seine Schüler auch die Lehre der Kunst reformierten, erkämpften sich die Vertreter experimentellerer Ansätze immer mehr Raum. Medienkunst-Klassen gehören inzwischen wie selbstverständlich ins Bild der heutigen Kunsthochschulen, und sie werden diese zukünftig immer mehr prägen. Denn zeitgenössische Künstler vertrauen nicht mehr den eingeschränkten Möglichkeiten nur eines Mediums, beinahe jeder arbeitet heute medien- und gattungsüberschreitend. Und dies wirkt wiederum auf die Ausbildungsstätten zurück.

 
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