"Nomen et Omen"
Bernhard Prinz, Fotografie
Wolfgang Schröder, Malerei

Eröffnung beider Ausstellungen: Sonntag, 30.Oktober, 11.30 h

 

Die Ausstellung will in der Reihe „Malerei und Fotografie“, die in lockerer Folge seit Gründung des Vereins vor 5 Jahren gezeigt wird, einen weiteren Beitrag leisten. Das Konzept dieser Reihe verfolgt die Gegenüberstellung zweier Künstler die mit unterschiedlichen Techniken Bilder erschaffen, denen eine gemeinsame Haltung
zu Grunde liegt. Beide Künstler arbeiten mit Zeichen und Symbolen:

Wolfgang Schröder produziert mit Spachtel, Pinsel und Schleifmaschine großformatige Ölbilder, die in mehreren Schichten Buchstaben und Zeichen aufweisen, die sich zunächst als Farb- und Formkompositionen genügen. Wenn man will und genügend Geduld und Wissensgier aufbringt, dann lassen sich die Buchstaben zusammensetzen und ergeben dann die großen Namen der Venizianischen Malerschule des 16. Jahrhunderts,
verschlungen mit Buchstaben, die wiederum die Namen der New Yorker abstrakten Expressionisten verraten : TIZIAN , TINTORETTO, VERONESE und DEKONING, POLLOCK, ROTHKO.

Bernhard Prinz, der zur Zeit bei Galerie Heidi Reckermann in Köln seine neuseten Arbeiten zeigt, wird diese anschließend nach Glückstadt bringen. Seine aufwendigen Portraits von jungen Männern und Frauen und seine altmeisterlich anmutenden Stilleben verweisen in ihren Stilisierungen, ähnlich wie bei Schröder, auf die Ikonographie der Kunstgeschichte. Obwohl man leicht stilistische Zuordnungen z.B. auf raphaelitische Plastiken oder Madonnen zu erkennen glaubt, wissen sich seine Arbeiten der Interpretation immer wieder zu entziehen, zumal die Schönheit der stilisierten Portraits gelegendlich durch Blessuren oder unkeusche Gesten einerseits gebrochen, andererseits zugespitzt wird.

Der Hamburger Künstler Wolfgang Schröder (geb. 1943), studierte an der Hochschule für Bildende Künste. Es folgten DAAD-Stipendium und ein Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. 1977 erhielt er den Kunstpreis der Jugend. Neben zahlreichen Einzelausstellungen, u.a. in der Stadtischen Kunsthalle Mannheim, beteiligte er sich an vielen Gruppenausstellungen, u.a. 2004 im Dom zu Bamberg.

Bernhard Prinz, geb. 1953, wohnhaft in Hamburg, studierte Kunstgeschichte und Freie Kunst in Erlangen und Nürnberg. Seine künstlerische Arbeit wurde durch viele Stipendien, auch in der Villa Massimo, und durch Preise gefördert. Nach langer Lehrtätigkeit an der Universität Essen hat Prinz seit 2004 eine Professur für Experimentelle Fotografie an der Kunsthochschule Kassel.

30. Oktober 2005 bis 1. Januar 2006
Miittwoch bis Sonntag, 13 bis 17 Uhr

Info zur Ausstellung
Exponate
Austellung im PaK