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Die Ausstellung will in der Reihe „Malerei und
Fotografie“, die in lockerer Folge seit Gründung
des Vereins vor 5 Jahren gezeigt wird, einen weiteren
Beitrag leisten. Das Konzept dieser Reihe verfolgt die
Gegenüberstellung zweier Künstler die mit
unterschiedlichen Techniken Bilder erschaffen, denen
eine gemeinsame Haltung
zu Grunde liegt. Beide Künstler arbeiten mit Zeichen
und Symbolen:
Wolfgang Schröder produziert mit
Spachtel, Pinsel und Schleifmaschine großformatige
Ölbilder, die in mehreren Schichten Buchstaben
und Zeichen aufweisen, die sich zunächst als Farb-
und Formkompositionen genügen. Wenn man will und
genügend Geduld und Wissensgier aufbringt, dann
lassen sich die Buchstaben zusammensetzen und ergeben
dann die großen Namen der Venizianischen Malerschule
des 16. Jahrhunderts,
verschlungen mit Buchstaben, die wiederum die Namen
der New Yorker abstrakten Expressionisten verraten :
TIZIAN , TINTORETTO, VERONESE und DEKONING, POLLOCK,
ROTHKO.
Bernhard Prinz, der zur Zeit bei Galerie
Heidi Reckermann in Köln seine neuseten Arbeiten
zeigt, wird diese anschließend nach Glückstadt
bringen. Seine aufwendigen Portraits von jungen Männern
und Frauen und seine altmeisterlich anmutenden Stilleben
verweisen in ihren Stilisierungen, ähnlich wie
bei Schröder, auf die Ikonographie der Kunstgeschichte.
Obwohl man leicht stilistische Zuordnungen z.B. auf
raphaelitische Plastiken oder Madonnen zu erkennen glaubt,
wissen sich seine Arbeiten der Interpretation immer
wieder zu entziehen, zumal die Schönheit der stilisierten
Portraits gelegendlich durch Blessuren oder unkeusche
Gesten einerseits gebrochen, andererseits zugespitzt
wird.
Der Hamburger Künstler Wolfgang Schröder
(geb. 1943), studierte an der Hochschule für Bildende
Künste. Es folgten DAAD-Stipendium und ein Aufenthalt
in der Villa Massimo in Rom. 1977 erhielt er den Kunstpreis
der Jugend. Neben zahlreichen Einzelausstellungen, u.a.
in der Stadtischen Kunsthalle Mannheim, beteiligte er
sich an vielen Gruppenausstellungen, u.a. 2004 im Dom
zu Bamberg.
Bernhard Prinz, geb. 1953, wohnhaft
in Hamburg, studierte Kunstgeschichte und Freie Kunst
in Erlangen und Nürnberg. Seine künstlerische
Arbeit wurde durch viele Stipendien, auch in der Villa
Massimo, und durch Preise gefördert. Nach langer
Lehrtätigkeit an der Universität Essen hat
Prinz seit 2004 eine Professur für Experimentelle
Fotografie an der Kunsthochschule Kassel.
30. Oktober 2005 bis 1. Januar 2006
Miittwoch bis Sonntag, 13 bis 17 Uhr
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