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Das Tier und sein Mensch
Stefan
Moses, Walter Schels, Gisbert Lange,
Frank Herzog,
Gesa Lange, Erich Schmidt, Manuel
Zint |
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Einladung zur Eröffnung
Sonntag, 8. Juni 2008 um 11.30 Uhr
Begrüßung: Christiane
Opitz, Leiterin des Palais für
aktuelle Kunst
Einführung: Christiane Gehner,
Kuratorin der Ausstellung |
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Seit Urzeiten gehen Tier und Mensch
Verhältnisse ein, die sich
im Spannungsfeld zwischen tiefer
Zuneigung und existentieller Abhängigkeit
bewegen. Ohne Tiere hätte sich
die Gattung Mensch wahrscheinlich
nicht zu so einem Erfolgsmodell
entwickelt. Auch heute brauchen
wir Menschen Tiere, jedoch nicht
mehr ausschließlich ihres
Fleisches wegen, wie unsere Vorfahren.
Sie sind Helfer und Assistenten,
Transportmittel - und natürlich
Spielkameraden und beste Freunde.
Vor allem aber brauchen wir Tiere,
um etwas über uns selbst zu
erfahren.
Die Künstler der Ausstellung
„Das Tier und sein Mensch“,
nähern sich dem Thema von verschiedenen
Richtungen. Der Münchener Fotograf
Stefan Moses
(*1928), der der Ausstellung seinen
Titel gab, hat in seinem Werk immer
ein besonderes Augenmerk auf das
Verhältnis von Tieren zu ihren
Menschen
gepflegt. Seine Beobachtungen sind
voller Herzenswärme, skurril
und
ironisch. Ganz besonders deutlich
wird das in seinem 1991 erschienenen
Bildband „Abschied und Anfang“.
Der Hamburger Gisbert Lange
(*1948) ist den Glückstädtern
kein
Unbekannter. Bereits in der ersten
Ausstellung des Kunstvereins im
Jahre
2000 präsentierte er einen
Dickhäuter in Originalgröße.
Damals war es
ein Nashorn, diesmal sind es ein
afrikanischer Elefant und Antilopen
–
ebenfalls im Verhältnis 1:1.
Das besondere an Gisbert Langes
Aquarellen:
Durch die Präzision und Detailverliebtheit
seiner Arbeitsweise, wirken
die Tiere wie fotografiert. Fast
scheint es, als hätte man sie
direkt
von der Steppe Afrikas in die Glückstädter
Ausstellungsräume geholt.
Frank Herzog (*
1949) lebt und arbeitet mit Familie
und drei Hunden in
Eichelhardt im Bergischen Land.
Ursprünglich hatte er sein
Atelier in
Köln, von Anbeginn seines Studiums
an der Fachhochschule in Bielefeld
verbindet ihn eine Künstlerfreundschaft
mit Gisbert Lange. Dessen
langjähriger Wegbegleiter,
ein Münsterländer Mischlingswelpe
namens
Friedchen, inspirierte ihn zu allerlei
Holz- und Schnitzarbeiten zum
Thema Herr und Hund, denen in dieser
Ausstellung ein eigener Raum
gewidmet ist.
Der in Hamburg lebende Fotograf
Walter Schels (*1936)
macht zurzeit mit
der Ausstellungstournee und dem
Foto-Band „Noch einmal Leben
vor dem
Tod“ auf das Sterben in Hospizen
aufmerksam. Zusammen mit der
Spiegel-Journalistin Beate Lakota
haben sie eindrucksvolle Portraits
und
Interviews von Menschen kurz vor
- und kurz nach ihrem Tod gemacht.
Ein
anderes, eher heiteres Sujet, sind
seine großformatigen
Portraitaufnahmen von Tiergesichtern.
Hier findet Schels das, was ihn
beim Fotografieren interessiert:
Das reine, unverstellte Gesicht.
Gesa Lange (*1972)
untersucht Machtverhältnisse
zwischen Tier und
Mensch. Die Zeichnung „Großvaters
Erbe“ zeigt Kaninchenställe,
die
Langes Großvaters in den 60er
Jahren errichtete. Trotz seines
strengen,
ordnungsliebenden Wesens, wirken
die Käfige eher zusammengezimmert.
Eine
weitere Ambivalenz: Der Großvater
redete mit den Tieren und gab ihnen
Namen. Am Ende wurden sie jedoch
geschlachtet. Nutzen, Wichtigkeit,
Gleichgültigkeit in abgegrenzten
– aber sich bedingenden –
Systemen
markieren wichtige Punkte in Langes
Arbeit.
Im Treppenhaus der ersten Etage
trifft der Besucher auf eine rätselhafte
Arbeit mit dem Titel „Der
Gesang der Vogelspinne“, eine
Installation mit
Klang aus dem Jahr 2004 von Manuel
Zint (*1974). Zint war
Meisterschüler
bei Lili Fischer an der Kunstakademie
in Münster, er lebt und arbeitet
als Objekt- und Installationskünstler
in Itzehoe.
Wer genau hinsieht bei seinem Rundgang
wird auf kleine Schnitzereien im
Treppenhaus und anderswo aufmerksam.
Gemeint sind die Vogelschnitzereien
von Erich Schmidt
(*1921), aus Hatzfeld an der Eder,
in seinem Dorf auch
„Vogelschmidt“ genannt.
Der 87-Jährige lernte die Fertigkeiten
zum
Vogelschnitzen in einer Fabrik für
Kunstglieder und Prothesen.
Rahmenprogramm zur Ausstellung:
Führungen: Sa, 21. Juni., Fr,
11. Juli (Kulturnacht) + Sa, 02.
August,
immer um 15 Uhr
Kurzfilmabend: Fr, 11. Juli (Kulturnacht)
um 20 und 22 Uhr
Künstlergespräch: So,
22. Juni um 17 Uhr. Mit Gisbert
Lange, Walter Schels und Gesa Lange.
Fotowettbewerb: Noch bis zum 3.
Juli können Kinder und Jugendliche
zwischen 6-17 Jahren ihre Fotos
zum Thema „Tier & Mensch“
einreichen.
Wegbeschreibung: Anfahrt von Hamburg
über A23/Abfahrt Hohenfelde.
Mit der Nord-Ostseebahn ab Hamburg-Altona
um 16:33 Uhr in 32 Minuten.
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8.Juni - 10.August 2008
Donnerstag
bis Sonntag von 13.00 - 17.00 Uhr |
Wir danken den Stadtwerken Glückstadt,
der Sparkasse Westholstein und der
Steinbeis Temming Papier GmbH &
Co. für die freundliche Unterstützung.
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