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Programm
2009
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8.
Februar bis
29. März /
5. April
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LANDSCHAFTEN. Ulrik Møller, Malerei
bis 29. März
Ulrik Møllers Landschaften sind schlicht so wie sie sind: Ruhig, einfach und friedlich. Anders als die großen national-romantischen Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts, idealisiert der dänische Künstler nichts. Seine Ölmalereien, die auf Grundlage von Fotografien entstehen, zeigen Küsten, Felder und Straßen seiner Heimat, dem dänischen Fünen, wo er aufwuchs. Menschenleer sind seine Landschaften, nur hier und da gibt es Zeichen menschlicher Existenz, in einem weit entfernten Traktor oder einem Boot, das auf dem Meer treibt. Authentische Natur objektiv abbilden zu wollen, ist nicht Ulrik Møllers Absicht. Daran scheiterten schon die Präraffaeliten in England Mitte des 19.Jahrhunderts. Vielmehr malt der Künstler innere Zustände wie Einsamkeit, Melancholie und Leere.
GRÜNE, GELBE UND BRAUNE BLÄTTER
Nina Kluth, Malerei
bis 5. April
Wer die Bilder von Nina Kluth betrachtet hat den Eindruck in einem Gebüsch zu sitzen und zwischen Zweigen und Blätter hindurch auf Häuser und Parks zu blicken, allzu sicher ist man sich aber nicht. Zwar tragen die virtuos gemalten Ölbilder der Berliner Künstlerin Titel von städtischen Straßen oder Plätzen, dennoch sind die dargestellten Ecken durch die abstrakte Umsetzung nur schwer wiederzuerkennen. Charakteristisch an Kluths Arbeiten sind unzählige Tupfer, Striche und Flecken, die die Fläche ihrer großformatigen Leinwände wimmelnd bevölkern.
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| 19.
April bis 5. Juli |
Matjeswochen Glückstadt
KNOSPEN WOLLEN EXPLODIEREN
Adoleszenz in der Kunst,
Malerei und Fotografie
Janina Wick, Johanna Manke, Till Gerhard, Lukasz Chrobok
Von allen Lebensphasen, ist wohl zweifellos die Jugend jene, die die meisten Fragen aufwirft. Deshalb ist sie wohl auch ein so populäres Sujet in der Gegenwartskunst.
Ein Teenager ist weder Kind noch Erwachsener, weder Mann noch Frau. Er bewegt sich in einem seltsamen Zwischenstadium, so wie eine Larve, die sich verpuppt oder eine Knospe, die kurz davor ist, zu erblühen. Er verharrt irgendwo zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Die KünstlerInnen der Ausstellung „Knospen wollen explodieren“ nähern sich dem Thema von unterschiedlichen Seiten aus an. So fotografiert Johanna Manke Mädchen, die sich zum ersten Mal verliebt haben. Aus den Erzählungen der Jugendlichen entstehen Momentaufnahmen authentischer Erlebnisse. So beschreibt jedes Bild aus der Serie „Ich liebe dich, lass mich in Ruhe!“ eine ganz persönliche Geschichte. Für die Realisation hat Johanna Manke mit 300 Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren gesprochen.
Die Posen der von Janina Wick portraitierten Personen sind verhalten, der Hintergrund wirkt zufällig. Die Anmut der jungen Frauen erinnert an die Stimmung flämischer Portraitmalerei des 17. Jahrhunderts. Kleidung, Architekturen und Interieurs wirken in Anbetracht der symbolhaft wirkenden Körpersprache unpassend. Ein weiterer Grund für die Intensität Bilder ist die Distanziertheit und Gleichgültigkeit der Portraitierten, ihr direkter Blick in die Kamera, dem sich der Betrachter kaum entziehen kann.
Der Hamburger Maler Till Gerhard interessiert sich für Jugendkulturen der sechziger und siebziger Jahre. Seine Motive sind inspiriert von Zeitungsbildern und Filmen dieser Jahrzehnte. Gerhard untersucht kultische Rituale als Formen der Initiation, Freiheitsbewegungen, sowie jugendliche Gewalt (Charles Manson).
Die Werkgruppe „Euphorie und Wahnsinn“ des Hamburger Künstlers Lukasz Chrobok besteht aus Gemälden, Installationen und Objekten, die auf direkte bis ironische Art und Weise die Emotionen einzufangen versuchen, welche in einer erlebnisorientierten Menschenmasse frei werden. Chrobok interessiert das Oszillieren zwischen Selbstinszenierung und Auflösung, Freude und Machtlosigkeit, Spaß und Sucht.
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| 19. Juli bis 27. September |
Kultursommer Schleswig-Holstein, Länderschwerpunkt Deutschland
MEMLEKET HEIMAT
Ergül Cengiz, Nezaket Ekici, Sibel und Anny Öztürk, Kinay Olcaytu, Sehnaz Seker, Özlem Sulak
Malerei, Video, Installation und Fotografie
Junge, türkischstämmige Künstlerinnen blicken auf Deutschland – also das Land, in dem sie aufwuchsen und ihr Zuhause. Gleichzeitig ist da noch die Heimat ihrer Eltern und Großeltern, die Türkei. Das Aufwachsen in zwei Lebenswelten, Heimat und kulturelle Identität sind die Themen dieser Ausstellung.
Die Installationen, Zeichnungen und Videoarbeiten der Künstlerinnen Anny und Sibel Öztürk thematisieren auf liebevoll-kritische und sehr direkte Weise die Sozialisation durch zwei unterschiedliche kulturelle Traditionen sowie die Widersprüchlichkeiten, die sich daraus ergeben.
Die Performerin und Videokünstlerin Nezaket Ekici befragt in vielen ihrer Projekte ihr persönliches Verhältnis zu beiden Kulturen, wobei sie die jeweiligen Traditionen und Normen kritisch beleuchtet.
Die Fotografin Sehnaz Seker portraitiert in der zweiteiligen Arbeit „Ein Portrait zwischen gestern und heute“ Land und Leute ihres Geburtsortes in der Türkei - und türkische Verwandte und Bekannte in deutschen Großstädten andererseits.
Die in Bremen und Istanbul lebende Künstlerin Özlem Sulak beschäftigt sich in den Medien Video und Fotografie mit ihrer eigenen Vergangenheit, mit der Geschichte ihrer Familie und mit dem unterschiedlichen Umgang innerhalb der Familie mit Migration. Für den Film „Deutsches Auswandererhaus“ begleitete sie türkischstämmige Frauen durch die Ausstellung und lässt sich ihre ganz persönlichen Auswanderergeschichten erzählen.
Kinay Olcaytu untersucht den Westen aus der Sicht des Ostens. Ein Projekt der in Istanbul und Berlin arbeitenden Künstlerin heißt „Sechs Ismen“. Olcaytu hat sechs „Altäre“ aus gefundenen Spielsachen, Nippes, Comic-Heften, Kitschbildern errichtet. In Forschermanier und mit „türkischem Blick“ untersucht die Künstlerin typische (und fiktive) westliche -Ismen wie: Humanismus, Pragmatismus, Tourismus, Terrorismus, Weihnachtsismus.
Die aus Süddeutschland stammende Malerin Ergül Cengiz malt ornamentale Landschaften, die aus figurativen Elementen, wie Menschengruppen, Tieren und Pflanzen – aber auch abstrakten Mustern, kunstvoll zusammengesetzt sinsd. Orient und Okzident sind auf ihren Bildern gleichberechtigt und zärtlich vereint.
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11. Oktober
bis
20.Dezember
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CORDULA DITZ - AND SOON THE DARKNESS
Malerei, Video
Die Künstlerin Cordula Ditz ist ein eingefleischter Horrorfilm-Fan. Ihre Malereien, Collagen und Videoarbeiten sind Zeugnisse ihrer Faszination für die Ästhetik des Unheimlichen, wie sie in Fantasy-, Horror- und Trashfilmen angelegt ist. Die Welt der Dämonen und Monstren wird von der 1972 in Hamburg geborenen Künstlerin in Hinblick auf ihre mediale Wirksamkeit untersucht, seziert und humorvoll kommentiert.
HOLGER NIEHAUS- LUCKYTOWN
Fotografie
Die Farbfotografien von Holger Niehaus (*1975) zeigen klassisch inspirierte Stillleben. Blumen, Obst, Gemüse und weitere Requisiten werden arrangiert und frisch oder als traditionelles Memento mori abgelichtet. Zusätzlich entstehen ungegenständliche Motive, die mit farbigen Kartons inszeniert werden. Der in Berlin lebende Niehaus überlässt die Wirkung seiner Werke zu keiner Zeit dem Zufall, oft hilft er den floralen Arrangements mit Lack oder Skalpell nach.
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